Verleihung 2. Rosa-Luxemburg-Preis 2026 an Aleida Guevara

Seit nunmehr sechs Jahrzehnten ist Kuba mit Versuchen der wirtschaftlichen Erdrosselung durch den US-Imperialismus konfrontiert. Und die Lage ist aktuell gefährlicher denn je. Nur wenige Tage nach Beginn seiner zweiten Amtszeit setzte US-Präsident Donald Trump die sozialistische Inselrepublik erneut auf die Liste »Staatliche Förderer des Terrorismus« (State Sponsors of Terrorism). Am 3. Januar 2026 überfielen US-Amerikanische Soldaten in einer illegalen Militäraktion die Bolivarische Republik Venezuela über Nacht und entführten deren Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau, die Politikerin und Rechtsanwältin Cilia Flores. Gleichzeitig unterband Trump mit einer menschenrechtswidrigen Seeblockade die Erdöllieferungen nach Kuba ‒ Öllieferungen der Solidarität, die für die Verteidigung der kubanischen Revolution unverzichtbar sind. Die Folgen: seit Dezember 2025 ist kein Tropfen Erdöl mehr in Kuba gelandet, Strom und Lebensmittel müssen rationiert werden, Busse, Fähren und Züge fahren nur noch sporadisch. Schulen und Universitäten verkürzen den Unterricht oder streichen die Anwesenheitspflicht ganz. Auch Staatsbedienstete sollen weniger unterwegs sein, für sie gilt die Vier-Tage-Woche. Personal kann zudem in kritische Wirtschaftsbereiche versetzt werden. Der verbleibende Treibstoff wird vorrangig für das Gesundheitswesen sowie die Produktion von Strom und Lebensmitteln eingesetzt, dazu gehört vor allem auch die Trinkwasserversorgung.
In dieser humanitären Krise braucht Kuba internationale Solidarität! Darum veranstalten wir am Sonnabend, 11. April 2026, in Berlin im Kino Babylon eine Solidaritätskonferenz mit Kuba und den Völkern Lateinamerikas, welche der 2. Verleihung des Rosa-Luxemburg-Preises an Aleida Guevara vorangeht.
Sie erhält diesen Preis für ihr praktisches Wirken als kubanische Internationalistin und Ärztin, die konsequent die Werte der kubanischen Revolution verteidigt. Darüber hinaus wird Aleida Guevara den Preis stellvertretend für das widerständige kubanische Volk entgegennehmen, das seit sechs Jahrzehnten der US-Blockade trotzt und an seinem sozialistischen Weg festhält.
Mit dem Rosa-Luxemburg-Preis zeichnen die Tageszeitung junge Welt und das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus fortschrittliche Künstler, Wissenschaftler, Aktivisten und Politiker für ihr internationalistisches, klassenkämpferisches, antimilitaristisches und aufklärerisches Engagement aus. Erster Preisträger war im vergangenen Jahr der Schauspieler, Gewerkschafter und Kommunist Rolf Becker, der im Dezember 2025 im Alter von 90 Jahren in Hamburg verstorben ist. Guevara ist die zweite Preisträgerin.
Programm
Konferenz von 13 bis 16 Uhr
Vorträge von:
Liz Oliva Fernández (Belly of the Beast, Kuba)
Julieta Daza (Journalistin, Venezuela)
Ignacio Ramonet (Journalist, Spanien)
Podiumsgespräch:
Verteidigen wir das Selbstbestimmungsrecht gerade jener Völker, die eine gerechte Welt und Sozialismus wollen!
Mit: Liz Oliva Fernández (Kuba), Fanny Michaela Reisin (Initiatorin und Mitgründerin von Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden, Deutschland), Enrique Ubieta (Direktor der Zeitschrift Revolución y Cultura, Kuba) sowie Franco Cavalli (Vizevorsitzender der Solidaritätsorganisation MediCuba, Schweiz)
Preisverleihung von 16.30 bis 18 Uhr
Mit Beiträgen von:
Enrique Ubieta (Kuba)
Franco Cavalli (Schweiz)
Belly of the Beast (Kuba)
Nicolás Miquea (Chile/Deutschland)
Die Veranstaltung wird simultan in die Sprachen Deutsch und Spanisch übersetzt.
Tickets gibt es hier: jungewelt.de/rosa-luxemburg-preis